Ein Gateway, ein warmes Feuer: Hermes Agent bringt den ganzen Workbench in den Browser
Hermes v0.23.0-Update: Was sich in dieser Version geändert hat, einfach erklärt.
Versionsinformationen
| Element | Inhalt |
|---|---|
| Version | v0.23.0 |
| Veröffentlichungsdatum | 5. November 2026 |
| Release-Motto | The Hearth Release |
| Einzeiler | Das letzte Update brachte neue Freunde durch die Tür; diesmal hat Hermes drinnen ein Feuer entzündet — dein gesamter Desktop-Arbeitsbereich lässt sich jetzt in einem Browser-Tab öffnen. |
Einfach erklärt
Der Arbeitsbereich zieht in den Browser um — nutzbar von jedem Computer
Bisher musstest du, um Hermes’ Desktop-Arbeitsbereich zu nutzen, an dem Rechner sitzen, auf dem er installiert war. Das ist vorbei: Dieses Release bringt einen eingebauten „Web-Arbeitsbereich“ mit, der von deinem eigenen Hermes-Gateway bereitgestellt wird. Öffne einfach einen Browser, und dein Chatverlauf, deine Gruppenchats, Plugins und Einstellungen sind alle da — genau das, was du auch am lokalen Rechner sehen würdest. Andere Geräte in deinem LAN können darauf zugreifen, und sobald du die Anmeldung eingerichtet hast, erreichst du ihn sogar über eine öffentliche Adresse. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert; um sie zu nutzen, aktiviere einfach „Webzugriff“ in den Einstellungen.
Alle Gespräche teilen sich einen „Butler“ — kein Aneinandervorbeireden mehr
Das ist die zentrale Änderung in diesem Release. Früher konnten die Kommandozeile, die Desktop-App, Editor-Plugins, Chat-Bots, geplante Aufgaben … jede Einstiegsstelle ihre eigene Agent-Instanz hochfahren, die am selben Gespräch arbeitete. Das Ergebnis war wie mehrere Leute, die dasselbe Hauptbuch führen: Nachrichten wurden doppelt geschrieben oder gingen einfach unterwegs verloren. Jetzt läuft pro Rechner nur noch ein Gateway, das alle Sitzungen zentral verwaltet, und jede andere Einstiegsstelle wird zu einem „Client“, der sich damit verbindet. Eine Nachricht, die du hier sendest, erscheint dort sofort — kein peinliches „Ich hab’s ihm gesagt, aber es hat nicht reagiert“ mehr.
Ein Computer, alle deine Maschinen im Blick
Die Desktop-App kann sich jetzt gleichzeitig mit allen Maschinen verbinden, auf denen Hermes läuft. Eine zu Hause, eine im Büro, eine auf einem Server — alle sichtbar in einer einzigen Oberfläche, kein Hin- und Herschalten mehr.
Bilder im Terminal, plus „Zurückspulen“
Gute Nachrichten für Kommandozeilen-Fans: Das Terminal kann jetzt Bilder direkt darstellen, kein zusätzliches Fenster mehr nötig. Noch besser: Gespräche lassen sich „zurückspulen“ — wenn du etwas Falsches gesagt hast oder vom Thema abgekommen bist, geh ein paar Runden zurück und fang neu an, wie beim Ziehen des Fortschrittsbalkens in einem Video.
Plugins aktualisieren sich selbst, Ausgaben haben ein Limit
Plugins können sich jetzt selbst aktualisieren — kein manuelles Herumfummeln mehr. Wenn du kostenpflichtige MCP-Tools nutzt, kennzeichnet die neue Version sie mit Preisen und lässt dich Ausgabenlimits festlegen, damit du nicht versehentlich dein Budget sprengst. Der Plugin-Marktplatz ist außerdem von etwa 600 auf über 1.050 gewachsen — mehr Auswahl denn je.
Gruppenchats bleiben unter sich, Delegation wird flexibler
Gespräche in Gruppenchats werden jetzt vom Gruppenchat selbst weitergeleitet, sodass sie sich nicht kreuzen. Auch die Aufgaben-Delegation ist jetzt austauschbar — du kannst je nach Bedarf verschiedene Ansätze der Arbeitsteilung wählen.
Dauerhaft laufende Gateways brauchen weniger Speicher und laufen schneller
Für Nutzer, die das Gateway das ganze Jahr über laufen lassen, enthält diese Version umfangreiche Speicher- und Latenzoptimierungen. Auch die eingebauten Skills wurden gestrafft — Überflüssiges entfernt, das Gute behalten.
Zusammenfassung
Für normale Nutzer sind die spürbarsten Vorteile dieses Updates: Dein Hermes ist nicht mehr an einen Computer gebunden — öffne einen Browser, und es ist da, mit nahtloser Übergabe zwischen Geräten; Gespräche gehen nicht mehr verloren oder werden doppelt geführt — ein Butler führt ein einziges Hauptbuch, und alle Einstiegsstellen arbeiten Hand in Hand; der Alltag ist sorgenfreier — Plugins aktualisieren sich automatisch, Ausgaben haben ein Limit, und das Terminal kann Bilder zeigen und zurückspulen. Kurz gesagt: Hermes entwickelt sich von einem Werkzeug, das „funktioniert“, zu einem Zuhause, in dem man „gerne wohnt“.
📎 Offizielle Release-Notes: https://github.com/NousResearch/hermes-agent/releases