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Hermes-Messaging-Plattformen · Teil 428/14/2026

A2A-Zukunftsrichtungen: Die Agenten planen ein eigenes Netzwerk

Hermes Messaging-Plattform-Integration Teil 42: Sechs zukünftige Entwicklungsrichtungen für A2A aus der Community.

A2A hat es bereits möglich gemacht, dass Hermes-Instanzen auf zwei verschiedenen Computern miteinander „telefonieren“ können. Was kommt als Nächstes? In der Wunschliste der Community steckt eine weitaus größere Vision.

A2A -future

Was heute schon geht: Ein kurzer Rückblick auf das „Telefon“ selbst

A2A v1.0 ist da. Kurz gesagt: Es erlaubt Hermes-Instanzen auf verschiedenen Maschinen, sich wie zwei Kollegen die Visitenkarte zu reichen (Agent Card), über standardisierte Protokolle zu kommunizieren (JSON-RPC), Fortschritte in Echtzeit zu aktualisieren (SSE-Streaming) und den Kontext über mehrere Gesprächsrunden hinweg zu behalten. Auch sicherheitstechnisch ist die Basis solide: Jeder Peer hat ein eigenes Token, und alle Aktionen werden audit-loggt. Das ist im Grunde ein „Diensthandy“ für jede Hermes-Instanz – man kann anrufen, SMS schicken, Sprachnachrichten hinterlassen – aber eben nur für Einzelgespräche.

Richtung 1: Ein Agenten-LAN (Multi-Node-Koordinationsnetzwerk)

Der meistdiskutierte Vorschlag der Community: das „Telefon“ zu einem „lokalen Netzwerk“ ausbauen. Du hast zu Hause einen macOS-Workstation, einen Windows-Desktop, einen Linux-Server, vielleicht noch Laptop und Smartphone – auf jedem läuft eine eigene Hermes-Instanz. Aktuell arbeiten die alle unabhängig voneinander. Die Idee: Sie sollen sich über ein privates Overlay-Netzwerk zu einem „Agenten-LAN“ zusammenschließen. Wie wenn alle Smart-Home-Geräte im Haus mit demselben WLAN verbunden wären: Du rufst einmal, und die Lautsprecher im Wohnzimmer, die Lampen im Schlafzimmer und der Ofen in der Küche reagieren koordiniert. Für Hermes bedeutet das: Aufgaben können automatisch zwischen Geräten wandern – Daten, die der Laptop sammelt, werden automatisch an den Workstation zur Tiefenverarbeitung übergeben, und das Ergebnis landet zur Ansicht auf dem Smartphone.

Richtung 2: Agentenhierarchien (Chef und Mitarbeiter)

Bisher sind Hermes-Instanzen „gleichberechtigt“ – wer das Gespräch beginnt, ist der aktive Part. Was die Community will, ist eine „Hierarchie“: Eine Leader-Hermes kann Aufgaben an eine Subordinate-Hermes auf einer anderen Maschine delegieren – und der Leader kann in Echtzeit sehen, in welchem Stadium sich die Aufgabe befindet. Wichtig: „sehen“, nicht „eingreifen“. Das ist wie ein Chef, der Aufgaben an Mitarbeiter verteilt: Du willst den Fortschritt kennen, musst aber nicht jeden einzelnen Schritt überwachen. Diese „passive Beobachtbarkeit“ ist entscheidend: Sie erhält die Autonomie des Untergebenen und gibt dem Chef trotzdem die nötige Übersicht.

Richtung 3: Multi-Session-Kollaboration (Von der Insel zum Konferenzraum)

Wenn du auf derselben Maschine drei Sitzungen offen hast – eine für Recherche, eine für Implementierung, eine für Review –, sind das aktuell drei getrennte Inseln. Wichtige Erkenntnisse aus der Recherche-Sitzung musst du manuell in die Implementierungs-Sitzung kopieren – fehleranfällig und fragil. Der Vorschlag der Community: Diese Sitzungen sollen sich gegenseitig „Nachrichten schicken“ und relevanten Kontext teilen können. Stell dir vor: nicht drei separate Kabinen, sondern ein Konferenzraum, in dem drei Personen sich jederzeit Notizen zuschieben und austauschen können – aber jeder behält sein eigenes Notizbuch privat.

Richtung 4: Lokales Gegensprechgerät (Cross-Session-Nachrichten)

Dieser Vorschlag ist fokussierter: Mehrere interaktive Hermes-Sitzungen auf derselben Maschine sollten einen „First-Class“-Mechanismus für lokale Nachrichten bekommen. Kein Netzwerkprotokoll nötig – wie ein Gegensprechgerät im Büro: Knopf drücken, durchsagen. Die Recherche-Sitzung hat wichtige Infos gefunden und „ruft“ direkt die Implementierungs-Sitzung: „Hey, schau dir mal die API-Nutzung im dritten Absatz an.“ Kein Kopieren-Einfügen, keine fragilen tmux-send-keys-Hacks. Das ergänzt Richtung 3: Eine kümmert sich um Cross-Machine, die andere um Local-Machine.

Richtung 5: Remote-Approval-Strategien (Sicherheits-Türsteher)

A2A erlaubt es bereits jetzt, dass entfernte Peers Aufgaben in deine Live-Sitzung schicken – nützlich, aber auch riskant: Was, wenn der andere dich dazu bringt, Dateien zu ändern? Die Community will eine „Scoped-Trusted-Peer“-Strategie: Du kannst festlegen, dass eine bestimmte Hermes-Instanz auf einer bestimmten Maschine als „vertrauenswürdig“ gilt – Aufgaben von ihr dürfen lokale Seiteneffekte ausführen. Alle anderen sind strikt read-only. Wie bei einer Firmenzugangskarte: Manche dürfen in den Finanzbereich, andere nur in den Konferenzraum. Das ist ein zentraler Baustein für sichere Delegation.

Richtung 6: Sichtbare Benachrichtigungen bei Aufgabenabschluss

Aktuell wird das Ergebnis einer A2A-Aufgabe ins Log geschrieben oder über die JSON-RPC-Antwort zurückgegeben. Aber was, wenn du nicht gerade ins Log schaust? Die Community wünscht sich, dass bei Abschluss einer Aufgabe eine Benachrichtigung in deinem normal genutzten Hermes-Kanal erscheint – wie eine Push-Nachricht auf dem Handy: „Die Aufgabe, die du auf der anderen Maschine delegiert hast, ist fertig – hier ist das Ergebnis.“ Nicht aufdringlich, aber informierend.

Was ist bereits teilweise umgesetzt?

Es gibt eine gute Nachricht: Das Konzept des „bounded worker“ aus den Community-Vorschlägen ist teilweise schon realisiert – ein konfigurierbarer externer Launcher, der den Ausführungsspielraum von Remote-Aufgaben begrenzt. Das ist quasi das Fundament für „Remote-Approval“. Außerdem sind Details wie das 330-Sekunden-Timeout, verspätete Ergebnisse und Kontext-Isolation bereits an Ort und Stelle. Aber Achtung: Die großen Richtungen – Multi-Node-Koordination, Hierarchien, lokales Gegensprechgerät – sind weiterhin nur Wünsche in offenen Issues.

Was bedeutet das für dich?

Wenn du ein normaler Nutzer bist: Diese Richtungen bedeuten, dass Hermes in Zukunft vielleicht kein „Einzelkämpfer“ mehr ist, sondern ein „Team“, das koordiniert zusammenarbeitet. Du musst dich nicht darum kümmern, wie die Instanzen untereinander kommunizieren – du musst nur wissen: Die Hermes-Instanzen auf allen Geräten zu Hause helfen sich gegenseitig wie eine Familie, und was du wissen musst, geht garantiert nicht verloren.

Ein letzter Hinweis: Das alles sind offene Issues aus der Community. Das offizielle .plans-Verzeichnis wurde bereits gelöscht (2026-08), also ist nichts garantiert. Aber zumindest ist die Vision gezeichnet: Die Agenten planen, ein LAN aufzubauen – und diesmal wollen sie auch das „Zuhause“ mit einbinden.

📖 Offizielle Dokumentation

この記事は Hermes Agent のOffizielle Dokumentationに基づいています:Offizielle Dokumentation › user-guide/messaging/a2a